Event-Related Potentials

Gehirn Reaktionen (z.B. evozierte Potenziale) auf psychologische Aufgaben werden in unabhängige Komponenten zerlegt. Die Komponenten sind assoziiert mit eindeutigen psychologischen Operationen. Durch Vergleich der Amplitude und der Latenzzeit der Komponenten mit den normativen Daten gewinnt man neue Einsicht in die verschiedenen Stadien der Informationsverarbeitung beim Patienten.

In klinischen Umgebungen ist die HBI Datenbank eine wertvolle Hilfe für die individualisierte Behandlungsplanung. Ein Beispiel für eine solche Anwendung is in Bild 1 gezeigt. Die einfache Betrachtung des Roh-EEGs eines AD(H)S-Patienten (oben, links) lässt keine Abnormalität erkennen; wenn man jedoch die Daten in Spektren komprimiert und sie mit den normativen Werten vergleicht, ergibt sich eine statistisch signifikante (p<0.01) Abweichung von der Normalität im Theta-Frequenzbereich (oben, rechtes Spektrum) welche sich in den zentralen Bereichen zeigt (s. Brainmap unten). Die elektromagnetische Tomographie der Theta-Aktivität wird unten im Bild gezeigt. Auf Grundlage dieser Daten werden zwei alternative Behandlungsmöglichkeiten für den Patienten vorgeschlagen:

  • Psychostimulanzien wie Ritalin oder Concerta und
  • Trainieren des Beta/Theta-Quotienten um die Unaufmerksamkeit zu korrigieren, wobei die Methodik des Brain Computer Interface (BCI) genutzt wird.

Abweichungen von der Norm

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