HBi Datenbank

Eine fundamentale Neuerung in der diagnostischen Wissenschaft

Die HBi Datenbank ist ein revolutionäres Werkzeug, welches dem professionellen Anwender erlaubt

  • Fehlfunktionen der Gehirnsysteme mittels Biomarkern zu bewerten
  • präzisere Diagnosen und klarere Therapieindikationen zu stellen (z.B. bei Subtypen bei Aufmerksamkeitsstörungen)
  • Protokolle für individuelle Behandlungen zu erstellen (personalisierte Medizin)
  • den Einfluss von Medikamenten zu untersuchen
  • die Reaktion auf Medikation vorherszusagen
  • die Entwicklung neuer Medikamente zu unterstützen

Die HBi Datenbank ist in der EU und den USA als Medizinprodukt zugelassen. In unserem Shop können Sie die HBi Datenbank direkt bestellen.

Mentale Störungen mittels Biomarkern zielgenau adressieren

Gehirnwellen als Biomarker?
Während moderne bildgebende Verfahren wie beispielsweise fMRI (funktionelle Magnetresonanztomographie) die Erforschung der Zusammenhänge zwischen den neurobiologischen Prozessen im Gehirn und Kognitionen, Verhalten und Emotionen ermöglichen, werden für die breite Anwendung in der Praxis weitaus einfachere und günstigere Verfahren benötigt. Dank moderner Signalverarbeitung und computergestützter Analyseverfahren können Informationsverarbeitungsprozesse im Gehirn mittlerweile mit grosser Präzision aus der Aufzeichnung von Gehirnwellen – dem Elektroenzephalogramm (EEG) – abgeleitet werden. Dafür notwendige Systeme kommen preislich in den Bereich von bspw. Blutanalysegeräten und werden so für jede Praxis erschwinglich.

Die Herausforderung ist freilich, in den Gehirnwellen Muster zu identifizieren, die für bestimmte Erkrankungen typisch sind. Ist die statistische Signifikanz solcher Muster ausreichend, können diese als Biomarker definiert werden als Basis für eine objektive Diagnose und zielgerichtete Therapie.

Datenbankbasierte Analytik
Genaue Rückschlüsse aus der Beobachtung der Gehirnaktivität erfordert den Abgleich mit einer Normdatenbank. Hierbei ist wesentlich, dass neben den Selbstorganisationsprozessen des Gehirns, ermittelt durch Analyse des EEG im wachen Ruhezustand („Ruhe-EEG“), auch die Informationsverarbeitungsprozesse abgebildet werden. Diese werden aus der Beobachtung der Aktivierung verschiedener Hirnregionen („evozierte Potenziale“- ERP) während dem wiederholten Lösen von standardisierten Aufgaben („Tasks“) ermittelt.

Die Datenbank der HBImed AG enthält Selbstorganisations- und Informationsverarbeitungsprozesse von tausenden gesunder Personen zwischen 7 und 87 Jahren sowie verschiedenster Patientengruppen, meist sogar mit mehr als einem Task, und ist damit die grösste und genaueste ihrer Art. Die dazu erstellten Analysewerkzeuge ermöglichen einerseits die Identifikation von Biomarkern und andererseits die gezielte Interpretation von EEG Aufzeichnungen.

Messung der evozierten Potenziale
Während der Aufzeichnung des EEG mittels einer Elektrodenkappe beobachtet der Patient einen Bildschirm, an dem einfache Aufgaben in regelmässigen Abständen angezeigt werden (zum Beispiel der Vergleich von Bildern oder das Lösen von Rechenaufgaben). Die Antwort wird durch Drücken einer Taste gegeben. Der Prozess dauert etwa eine halbe Stunde – es müssen genügend Aufgaben verarbeitet worden sein, damit ein ausreichender Kontrast erzielt wird.
Die Auswertung erfolgt dann entweder durch entsprechend geschultes Personal gleich vor Ort, oder es wird der von HBImed angebotene Reportservice in Anspruch genommen.

Ausblick
Bereits entwickelte Biomarker für die Feststellung von Subtypen bei Aufmerksamkeitsstörungen erreichen einen Diskriminanzindex zu Gesunden von über 90%. Dies erlaubt präzisere Diagnosen und zusätzlich klarere Therapieindikation (z.B. bei der Medikamentenauswahl). Biomarker für andere Krankheiten wie Schizophrenie (auch Früherfassung), Depression und Stress sind in Vorbereitung.
Obwohl die datenbankbasierte Analytik von HBImed bereits heute in vielen Praxen und Kliniken eingesetzt wird, steht die eigentliche Technologie der Biomarker noch vor dem Durchbruch. Bislang konnte HBImed AG seine Datenbank und Analysesoftware sowohl in Europa als auch USA als Medizinprodukt zulassen, sodass der Weg für die weitere Validierung der Biomarker und in der Folge deren Zulassung geebnet ist.